Bewegunsgarten

Bewegungsgarten im Löh
Wer durch unseren Bewegungsgarten tobt, gerät schnell in eine absolute Hochstimmung, die Schmetterlinge im Bauch lernen tanzen. Im „Bewegungsgarten im Löh“ halten wir heute über 30
verschiedene „Bewegungspunkte“ vor. Über 20 dieser Landschaftsbauwerke sind Eigenentwicklungen, einzigartige Modelle, die zum Nachbauen auffordern.

Wesentliches Merkmal ist die Lösung vom normierten Stadionbild. Alle Anlagen sind so gestaltet worden, daß das sich orientieren in den Bewußtseinsvordergung gestellt worden ist. Mit sich steigernder leichtathletischer Bewegungsqualität werden auch die Orientierungsansprüche angehoben. Mittels dieses “scheinbaren” Umweges erreichen wir, dass sich exzellente Emotionsqualitäten einstellen.

 

Wie hat das alles begonnen?

 

Anfangs war da nur diese vage Vorstellung möglicher erfolgreicherer Zugänge zu den Köpfen junger Menschen. Dann dieser Bewegungsmehrkampf. Wie vieles, das sich heute großartig vermarktet, startete auch „bremenfittie“ in extrem ärmlichen Verhältnissen. Ein Sportfest auf einem „geordneten Müllplatz“. Bananenkartons, alte Reifen, Holzabfälle mussten für den Start herhalten. Aber das Disziplingerüst begeisterte. 1994 waren das 8 Wettkampfpunkte: Slalomsprint, Karton-Weitsprung, Achterstaffel, Medizinball-Zielstoßen, Karton-Hürdenlaufen, Zielschleudern, Sommerbiathlon, Zielwerfen. 1995 kamen 2 weitere Wettkampfpunkte hinzu: Baumstammschocken, Karton-Schlussspringen. Der Zehnkampf war perfekt. Eine ideale Ergänzung der BJSp – dachten wir. Für 1997 hat das Bremer Schulsportreferat den Wettkampf verboten – die Erklärung: BJSp müssen es sein.

Da hatte ich den Zehnkampf bereits an meine LGN weitergegeben. 1996 bereicherte „bremenfittie“ das LSB-Bremen-Jubiläumsfest – die LGN begleitete mit “bremenfittie” – wir feierten damals einmal mehr auf einem „geordneten Müllplatz“ – wieder ein fröhliches Fest.

 

 

2000


In 2000 kam dieser wunderbare Sparkassen-Ideenwettbewerb “Zukunftspuzzle”. Ich habe mich für meine LGN mit dem Thema „BEWEGUNGSGARTEN“ erfolgreich beteiligt. Fortan hatten wir freie Hand, unser Ideenwerk nach unseren Ansprüchen in die Wirklichkeit von Wettkampf und Anlage zu übertragen.

  1.      Ich durfte den ersten Bauabschnitt meines “Bewegungsgartens im Löh” bauen.
  2.      Ich erfand für den Bewegungszehnkampf “bremenfittie” ein komplettes Geräteprogramm, kleidete den Wettkampf neu nun professionell ein.
  3.      Wir erhielten das einmalig barrierefreie Burgwall-Stadion.
  4.      Dank des Bewegungsgartens hat unsere Kinderleichtathletik einen sprudelnden Zulauf.
  5.      Dank des Stadions ist unsere Leistungsabteilung immer erfolgreicher.
  6.      Der Bewegungszehnkampf “bremenfittie” erobert die Schulen – seit 2001 sind das über 70 Schulen und mehr als 30.000 Schulkinder.

 

2009


Das Sportamt Bremen forderte die LGN auf, die Bewerbung wegen durch den DOSB ausgelebten Trimm Dich-Parcours zu schreiben. Die Bewerbung war erfolgreich. Ab Mai 2009 bereichert dieser Müller Trimm Dich-Parcours das Langlaufangebot Finnbahn im Löh.

 

 

2011


Anfang Februar wurde das LGN-Bewegungswerk im DOSB-Bundeswettbewerb STERNE DES SPORTS in Berlin mit einem „Stern des Sports in Gold“ ausgezeichnet. Am 31. Mai feierten der Deutsche Olympische Sportbund und die Deutsche Bank die LGN mit ihrem einmaligen Bewegungsgarten als „Ausgewählter Ort 2011 im Land der Ideen“. Beide Programme werden durch das Bundespräsidialamt wie durch das Bundeskanzleramt begleitet.

Warum sollte Deine Schule bei “bremenfittie” also zurückstehen?
Warum sollte ein so fröhliches Bewegungsereignis nicht für das Sportabzeichen gewertet werden können?
Warum darf das nicht in das Rahmenprogramm der Bundesjugendspiele eingestellt werden?

Solche Einschränkungen sollten nicht davon abhalten, in unser Bewegungswerk hinein zu schnuppern. Solche stimmungsvollen Erlebnisbilder bereichern das Schulleben, schon ein erster intensiver Kontakt veranlasst, dass auf der Baustelle junges Gehirn viele neue Synapsen eingebaut werden, die eben auch ermöglichen, dass jene von Schule geforderten Lernaufgaben nun leichter bewältigt werden können.

 

 

Dein Wilhelm H. Brand

8. Mai 2012 |